Kleine Seidenkunde

SeideDie Zahlenangabe hinter der Seide ist ein chinesisches Gewichtsmaß (momme) und bezieht sich auf die Stoffstärke. Je höher die Zahl, desto größer das Gewicht und desto höher die Farbaufnahme und die Intensität und Brillanz der Farbe.

Seide ist ein ausgezeichnetes Material für Malerei, da sie durch ihre zarte Oberfläche und ihrem Glanz die Farben besonders lebendig leuchten lässt.

Indische Doupion-Seide besteht aus Doppelkokonfäden, die dem Stoff mit Verdickungen im Fadenverlauf ein grobes Aussehen verleihen.

Sie wird nach dem Weben nicht weiter behandelt, daher der „steife“ Griff.

Chinesische Doupion wird nach dem Weben behandelt, deshalb fällt sie weicher.

Crepe de Chine ist ein Kreppgewebe mit samtigem Glanz und tiefer Farbaufnahme. Es eignet sich für Tücher und Schals.

Für fast alle Zwecke der Seidenmalerei lässt sich Pongee-Gewebe mit Leinwandbindung sehr gut einsetzen.

Shantungseide ist eine grobfädige Wildseide, die aus unregelmäßigen Fäden gewebt wird.

Wie wird Seide gepflegt?

Seidenstoffe sollten chemisch gereinigt werden oder mit einem speziellen Seiden-Schampoo in lauwarmem Wasser vorsichtig gewaschen und danach gründlich mit handwarmen Wasser gespült werden. Bitte verwenden Sie keinen Weichspüler. Einige Spritzer Essig im letzten Spülwasser bringt die Farben wieder zum Leuchten.

Sie sollten Seide niemals auswringen, da sie im feuchten Zustand formempfindlich ist, sondern sie stattdessen auf ein saugfähiges Tuch legen und leicht abtupfen und die sofort auf links bei mittlerer Temperatur (Stufe 2 Wolle) trocken bügeln. Eingebügelte Falten entfernt man am besten, indem man die Seide wieder nass macht und die Falten herausbügelt.